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Levetiracetam ausschleifen

Anton, Donnerstag, 27. Februar 2020, 19:09 (vor 37 Tagen) @ spikey0123456789
bearbeitet von Anton, Donnerstag, 27. Februar 2020, 19:21

Hallo,

ich finde, es kommt darauf an, was der Anlass gewesen ist, dass Du jetzt das Levetiracetam ausdosieren „darfst“. Solltest Du immer wieder bei ihm auf der Matte gestanden und den Arzt mit Deinem Ansinnen, die Dosis zu reduzieren, genervt haben, kann ich verstehen, dass er sein Ja dazu gegeben hat. So unter dem Motto, „Versuch macht klug und ich habe meine Ruhe!“.

Ich bin kein Arzt und darf Empfehlungen zur Medikation nicht geben. Dafür bin ich Patient, nehme Levetiracetam seit 14 Jahren in einer Dosis von 500 --- 500 mg. Bisher hat mich kein Neurologe überzeugen können, das Mittel auszudosieren. Warum? Weil ich bisher von keinem Patienten gehört habe, dass es gutgegangen ist. Ich bin seit über 14 Jahren anfallsfrei und möchte mich mit neuen Anfällen nicht beglücken.

Was würde ich machen, wenn ich an Deiner Stelle und so mutig wäre wie Du? Ich würde nicht täglich, sondern jeden zweiten Tag, immer an den ungraden Tagen, die Dosis um 250 mg reduzieren. Und das würde ich erst einmal ein ganzes Jahr verfolgen und abwarten, wie mein Körper darauf reagiert.

An den derzeitigen Nebenwirkungen merkst Du, dass dem Körper das Zeug fehlt. Er verlangt danach. Nur wenn Du den Wirkstoff noch langsamer herausnehmen würdest, würde er dir das vielleicht verzeihen. Denke bitte darüber nach und besprich es mit Deinem Neurologen, ob er damit einverstanden wäre.

Noch ein Hinweis dazu, wie es zu den derzeitigen „Entzugserscheinungen“ kommen kann. Dazu musst Du wissen, wo Levetiracetam seinen Ursprung hat. Wenn Du „Levetiracetam“ oder "Keppra" eingibst und bei Wikipedia nachsiehst, wirst Du erfahren, dass der Wirkstoff eine Ableitung (Derivat) eines Antidementivums (Piracetam) ist.

Ein Mittel, das Menschen mit einer Demenz das Leben leichter machen soll, indem die Sauerstoffzufuhr im Gehirn verbessert wird. Das alles wird dir bei geringerer Dosis schon jetzt nicht mehr geboten. Weitere Auskünfte dazu im Internet, sicherer sind Informationen vom Neurologen.

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.


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