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Anfälle bei Menstruation?

astalane, Donnerstag, 16. Januar 2020, 16:27 (vor 5 Tagen) @ Green

Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Ich habe hier auch noch etwas interessantes gefunden:
http://www.dgfe.org/home/index,id,393,selid,2761,type,VAL_MEMO.html

Zusammenfassend ist folgendes festzustellen:

1.Sexuelle Steroidhormone, deren Konzentration in einem Zyklus schwankt, können die Nervenzellaktivität und damit auch die epileptische Aktivität beeinflussen.

2.Ein wesentlicher Einfluss ist nur zu erwarten bei Frauen, deren Epilepsie ihren Ursprung im Schläfenlappen, besonders im inneren Teil des Schläfenlappens, hat.

3.Epileptische Anfälle, die in den Tagen der Monatsblutung auftreten, sind nur dann zu erwarten, wenn bei der betroffenen Frau ein Menstruationszyklus mit Eisprung (sogenannter ovulatorischer Zyklus) stattfand, weil es nur dann zum Anstieg von Progesteron in der zweiten Zyklushälfte und somit zu einem drastischen Abfall von Progesteron kurz vor der Monatsblutung kommt.

4.Perimenstruelle Anfälle, die man als katameniale Anfälle bezeichnet, sind von ihrer Entstehungsursache somit Progesteronentzugsanfälle.

Exkurs Die hormonelle Behandlung solcher Anfälle ist schwierig. Sie gelingt nur dann, wenn der Menstruationszyklus unterdrückt wird, entweder durch die Dauergabe von oralen Kontrazeptiva (sogenannte Pille), oder durch die (allerdings mit vielen Nebenwirkungen verbundene) Unterdrückung der Zyklusbildung durch Gabe von Hormonen, die die Ausschüttung der Hypophysenhormone, die für die Kontrolle der Eierstöcke verantwortlich sind, blockieren (sogenannte GnRH-Antagonisten).


Man könnte also überlegen, zusätzlich zu den Media noch die Pille durchzunehmen!


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