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LGBT/Queer und Epilepsie

Mad, Donnerstag, 16. Januar 2020, 13:07 (vor 6 Tagen) @ Perchen
bearbeitet von Mad, Donnerstag, 16. Januar 2020, 13:46

Wir leben ja in Deutschland schon in einer recht offenen Gesellschaft, auch wenn sie in den letzten Jahren einige Dämpfer durch die Erfolge von AfD und Rechtspopulisten erfahren hat.
Trotzdem fühle ich mich hier auch als Mitglied von gleich zwei Minderheiten akzeptiert. Was die Sache manchmal anstrengend macht, ist, dass ich selber gern normaler sein möchte, als ich es bin, aber es nicht kann. Ich steh da momentan selbst noch nicht genug zu mir und meinen Besonderheiten.
Zugleich steht man bei der Jobsuche, im Studium und Arbeitsleben vor der Frage, ob man sich outet. Mir sieht man nicht an, dass ich schwul bin und ich habe es auch nie an die große Glocke gehängt. Meine Krankheit merkt man mir schon eher an, weil ich einfach nicht so aktiv bin wie ein anderer junger Mensch in meinem Alter.
Bis jetzt bin ich so ganz gut durchs Leben gekommen... aber ich könnte noch mehr zu mir stehen und selbstbewusster sein. Ich nehme mich selber halt oft eher zurück oder bin gleichgültig. Keine Ahnung, inwieweit meine Persönlichkeit auch durch die Medikamente, die ich seit meinem 6. Lebensjahr nehme, und die Krankheitserfahrungen mitgeprägt ist.
Durch Zufall habe ich übrigens vor wenigen Tagen einen anderen schwulen Epileptiker kennengelernt, der in der Nähe meines Wohnortes wohnt.
Viele Grüße
F.


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