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Lamotrigin oder Levetiracetam?

dorknopp, Mittwoch, 01. Januar 2020, 20:15 (vor 25 Tagen)

Guten Abend zusammen!
Und gleich noch ein gesundes neues Jahr an euch alle.

Vielleicht haben einige von euch ja schon Erfahrungen mit Lamotrigin und / oder Levetiracetam gemacht.
Ich bin 30 Jahre alt und habe seit meinem 8.Lebensjahr Epilepsie. Mit 9 bekam ich Ospolot (150mg morgens und abends) und in der 9.Klasse wurde ich auf Topiramat (100mg morgens und abends) umgestellt. Ich war von 2005 bis 2017 anfallsfrei und hatte 2017 und 2018 krankheitsbedingt jeweils einen Rückfall. Der Medikamentenspiegel ist dabei soweit abgefallen, dass ich umgekippt bin.
Ich hab glücklicherweise keine GM, sondern "nur" komplex fokale Anfälle.

Zur Zeit rede ich mit meiner Neorologin darüber mein Medikament umzustellen, da Topiramat nicht so günstig für eine Schwangerschaft sein soll. Die Gefahr von Missbildungen soll da sehr viel höher sein.
Meine Ärztin hatte Levetiracetam empfohlen (1000mg morgens und abends). Sie hatte mich aber noch mal für eine zweite Meinung nach Berlin ins Vivantes Humboldt-Klinikum geschickt. Dort würden sie lieber auf Lamotrigin setzen (100mg morgens und abends).
Meine Bedenken, ob ich hinterher weiterhin so anfallsfrei bleibe wie bisher (von den 2 Ausrutschern mal abgesehen) oder, ob ich die anderen Tabletten vertrage winken beide bloß ab. Die sehen da keine Probleme. Und auf mein Auto bin ich auch angewiesen. In einer Großstadt wie Berlin hat der Arzt das natürlich nicht so eng gesehen, aber bei mir fahren die öffentlichen Verkehrsmittel nicht alle 5 Minuten...
Aber die müssen die Tabletten ja auch nicht nehmen... :-|
Und dazu kommt auch noch, dass man mir gesagt hat, wenn ich die Tablette nicht vertragen sollte kann man nicht ohne weiteres einfach so auf Topiramat zurückgehen. Es könnte dann sein,
dass das Topiramat auch nicht mehr anschlägt :-( Bei solchen Psychopharmaka wüsste man nie, ob und wie sie funktionieren, selbst wenn sie schon einmal funktioniert haben...

Was habt ihr so mit Erfahrung mit den
Tabletten? Vielleicht hat jemand sogar genau die Umstellung von Topiramat auf eines der Medikamente schon mal durchgemacht?

Vielen Dank schon mal :-)
LG Kristina


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