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Unklare Diagnose, Mylepsinum seit 36 Jahren

Gudrun, Freitag, 06. Dezember 2019, 07:47 (vor 74 Tagen) @ Green
bearbeitet von Gudrun, Freitag, 06. Dezember 2019, 08:18

dann erstmal Pause.

Was haben sie davon wenn sie wissen es wären eventuell die Nebenwirkungen...absetzen?

Hm...Lebenserfahrung ist das man oft doch sich selber helfen muss/kann /sollte wenn die Ärzte durch sind.
Wenn sie immer weiter rennen/arbeiten obwohl es nicht mehr geht....dann ist halt Ende.
Das ist wie wenn sie das Auto nicht betanken und es trocken fahren geht der Motor auch in den Eimer.

Es gibt ja den schönen Spruch selbst und ständig....bis zum Umfallen.

Für sich besser sorgen könnte helfen und dafür gibt es viele Hilfen auch VHSprogramme
Frauenzentren...z.b. erlauben sie sich die Hilfe.


Mylepsinum oder Liskantin nehme ich auch schon seit über 35 Jahren. Nur eine unklare Diagnose habe ich nicht. Es ist eindeutig Epilepsie. Schon seit längerer Zeit mache ich mir darüber Gedanken ob es nicht doch durch ein anderes Medikament ersetzt
werden kann. Da ich als wandelnde Schlaftablette rumlauf. Schon vor paar Jahren probiert, war jedoch zwecklos. Wie's aussieht bin ich von dem Sch....zeug abhängig geworden. Zentropil hat mein Arzt wegbekommen. Dafür nehm ich jetzt Orfiril long und auch noch Lamictal, also nix mit Monotherapie. Danach kam ewig lang nichts. Jetzt hab ich seit 2015 immer wieder Anfälle, die ganz anders sind als früher. Ich kippe ohne Vorzeichen einfach um, als würde ich in Ohnmacht fallen. Ich hab auch keine Krämpfe oder beiße mir in die Zunge. Worüber ich jetzt eigentlich "froh" bin, weil ich absolut nicht das Gefühl habe mit dem Tod zu kämpfen, wie bei meinen vorherigen Anfällen. Doch dann hab ich auch in größeren Abständen große Anfälle, bei denen es lang dauert, bis der Anfall dann wirklich anfängt. Ich kann meinem Mann immer noch Bescheid gebe. Die Anfälle kommen auch immer Abends oder spät Abends. Ich hab das Gefühl in den Zehen oder in der Hand einen Krampf zu haben. Immer die rechte Seite. Jedenfalls weiß ich, dass ein Anfall kommt. Ein Gefühl das ich gar nicht beschreiben kann. Sonst hatte ich eine Aura und es hat sich langsam gesteigert bis der Anfall dann da war. Jetzt sind die Anfälle ganz anders. Es dauert lang bis ich endlich weg bin. Auch hab ich immer Anfallsserien und beiß mir auch da nicht in die Zunge. Letztes Jahr hat mir mein Arzt Buccolam verschrieben und mein Mann konnte zwei Anfälle damit stoppen. Zum Glück musste er keinen Notarzt holen und ich kam nicht in die Klinik. Eigentlich sollte ich zum Neurologen, aber wo. Mein Letzter hat mich schwer enttäuscht, weil er Kollegen, die er nicht kennt mehr glaubt, als mir. Wobei ich schon 30 Jahre Patientin von ihm bin. Da ich jeden Tag 400mg Mylepsinum, 1300mg Orfiril und 400mg Lamotrigin schluck, wird es auch nicht so einfach sein, mich wieder neu einzustellen. Ich habe keine Lust noch mehr Anfälle zu bekommen. Zumal ich von Mylepsinum nicht wegkomme. Jetzt hab ich viel geschrieben und kann dir keinen Rat geben, wie du zu einer Diagnose kommst. Wieso verschreibt man dir dann überhaupt Mylepsinum oder hab ich da was falsch verstanden?


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