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Babywunsch mit schlechtem Gewissen

Steffi1208, Montag, 25. November 2019, 13:36 (vor 16 Tagen)

Hallo Leute,

ich versuche es kurz zu machen: Ich habe einfach-fokale Anfälle. Einmal im Monat merke ich schon morgens, dass der Tag nicht gut wird. Die Auren fühlen sich so an, als ob ich eine Ohrfeige bekomme, die mich für ein paar Sekunden aus dem Leben reißt. Mein Bauch kribbelt auch etwas, aber dann ist es wieder okay. Das wiederholt sich dann über den Tag verteilt und wird immer stärker. Irgendwann habe ich dann den Anfall (verharre in der Bewegung, kann nicht sprechen, starre nur vor mich hin - dauert vielleicht eine halbe Minute) und danach geht es mir meistens besser. Also die Auren sind dann weg, mein Hirn fühlt sich halt nur ein bisschen "erschöpft" an (ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll. Ist halt ein Gefühl, aber ich denke, dass ist hier ja bekannt.)

Demnach kann ich mit der Epilepsie eigentlich ganz gut leben. Es hat sich innerhalb der vergangenen Jahre jedenfalls stark verbessert (hatte zu Beginn Grand Mal). Nur mit dem Job ist es schwierig, weil ich mich nicht so gut konzentrieren und nicht zwei Sachen gleichzeitig machen kann. Ich habe Neuropsychologische Tests gemacht, die das ergeben haben und man will mich wieder zur Reha schicken. Allerdings habe ich die Empfindung, dass das außerhalb meines Hauses schlimmer ist, als in meinen eigenen vier Wänden, wo ich mich wohl fühle. Soviel zu meinen derzeitigen Umständen, jetzt zu meinem Problem:

Mein Mann und ich haben einen Kinderwunsch. Natürlich habe ich mich informiert, inwieweit die Krankheit vererbt wird bzw. die Bereitschaft, die Krankheit zu bekommen. Meine Mutter hat auch Epilepsie (wenn auch durch eine heftige Gehirnerschütterung) und mein Onkel väterlicherseits auch. Dennoch empfinde ich mein Leben nicht so schlecht, dass ich es niemandem wünschen würde und die prozentuelle Rate des Risikos liegt im einstelligen Bereich (mein Mann hat keine Epileptiker in der Familie). Aber ich habe Angst, dass ich mich an solchen schlechten Tagen nicht um mein Kind kümmern kann. Es wäre schön, wenn ihr mir Erfahrungsberichte oder Tipps geben könntet. Ich habe auch von einer Stelle gehört, die Epileptikern in solchen Fällen unterstützt. Wisst ihr da was?

Liebe Grüße und einen angenehmen Start in die Woche,

Steffi


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