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Status epilepticus Umgang der Angehörigen

heidegurke, Sonntag, 17. November 2019, 09:50 (vor 25 Tagen) @ Alexandra

Hallo!
Ja, diese Gedankengänge kenn ich nur allzugut.
Mein Mann krampft auch manchmal nachts und ich bin hellwach, kann danach nicht wieder einschlafen und muss ja auch wieder zur Arbeit.
Das Schlimme ist: man kann es niemandem erklären wie das ist, denn Aussenstehende können sich sowas gar nicht vorstellen. Meine Kolleginnen sind immer völlig entsetzt, wenn ich was erzähle. Es sind liebe Frauen, aber keine hat je einen Anfall miterlebt. Sie reagieren entgeistert,
wenn ich von Zungenbissen, Blut, Schaum, "seinem Breakdance im Bett" und Einnässen erzähle.

Ich sage manchmal gar nichts mehr davon, weil sie so entsetzt reagieren. Sie kennen meinen Mann und können sich ihn gar nicht so vorstellen.
Es sind 2 Menschen in einem Körper.

Wir haben keine Kinder, aber ich denke, mir ist mein Mann "Kind" genug und auch Verantwortung.
Sicher kann man nicht alles opfern und sich aufreiben deswegen. Aber wie du schon schreibst:
in guten wie in schlechten Tagen. Ich habs von Anfang an gewusst.
Er hat die Epilepsie seit seiner Geburt, durch Alkohol- und Drogenmissbrauch während der Schwangerschaft seiner leiblichen Mutter.

Ich wünsch dir viel Kraft weiterhin, mein Mann macht grade Frühstück.:-D
Muss jetzt aufhören.
Tschüss, heidegurke


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