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Kreuzfahrt mit Epilepsie

thomas ⌂ @, Sonntag, 04. August 2019, 17:06 (vor 18 Tagen) @ pegasus

Bitte sprechen Sie mit ihren Neurologen.

Der Erwerb des Sportbootführerscheins ist in der Verordnung über das Führen von Sportbooten auf den Binnenschifffahrtsstraßen (Sportbootführerscheinverordnung-Binnen – SportbootFüV-Bin) geregelt. In § 5 („Allgemeine Anforderungen für die Erteilung der Fahrerlaubnis“) heißt es unter 2.: „Der Bewerber [muss] körperlich und geistig zum Führen eines Sportbootes tauglich sein“. Weder Epilepsie noch andere Erkrankungen werden als pauschale Ausschlussgründe genannt. Zur Feststellung oder Überprüfung der Eignung des Bewerbers kann aber die Vorlage amts- oder fachärztlicher Zeugnisse verlangt werden.
In der SportbootFüV-Bin gibt es keinen Hinweis auf die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahrereignung (Führerscheinrichtlinien), die Bestandteil der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) sind.
Also was hier von anderen als Antworten genannt wurde!

Nach § 11 SportbootFüV-Bin sind der Deutsche Motoryachtverband e.V. und
der Deutsche Segler-Verband e.V. beauftragt, die entsprechenden Sportbootführerscheine zu erteilen.
Wichtig hier u.a.:
Zum Beispiel könne einer Person, die eine sehr gute Prognose auf Anfallsfreiheit hat, schon etwas früher die Erlaubnis erteilt werden, aber unter der Auflage, dass, bis sie ein Jahr anfallsfrei ist, immer eine zweite Person an Bord sein muss, die als „Rudergänger“ (der/die keine offizielle Fahrerlaubnis besitzen muss) das Steuer kurzzeitig übernehmen kann.
Gutachten sind hier vorzubringen.
Bitte an diese wenden und an den behandelnden Neurologen.
Quellennachweis: R.Thorbecke1, J.Leclaire, C.Brandt, Sportbootführerschein bei Epilepsie, Z Epileptol 2016, 29:173, DOI 10.1007/s10309-016-0062-5

Zum Thema Sport, gibt es hier eine auf der Homepage einen Flyer und bei der Stiftung Michael eine ausführliche Broschüre.
thomas von der Redaktion hier


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