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Tarif-Wechsel bei Antileptikum

mezeg, München, Montag, 29. Juli 2019, 15:13 (vor 79 Tagen) @ morti

Hallo Morti,

nach dem ersten Schreck bin ich nun sachlicher.

Es gibt eigentlich zwei verschiedene Aspekte, die sich zum Teil kreuzen

- die Zuzahlung
hatte am Anfang Hexal ohne Zuzahlung, dann mit. Wegen der Lieferschwierigkeit auf Heumann umgesetzt, zuerst ohne, und jetzt mit Zuzahlung. Aurobindo 50 mgr dagegen ohne.

Ich nahm an, die KK bestimmt selber die Zuzahlung.

Bei einem Anruf bei der KK wurde mir erklärt, daß die Zuzahlung zwischen Produzenten und Pharma-Kammer verhandelt wird. Irgendwie gegen so einer Übermacht zu kämpfen, wird man gleich gnadenlos zerrieben.

Also Zuzahlung akzeptieren

- die Verfügbarkeit
Mit dem Problem wurde ich erst Ende April konfrontiert. Hexal nicht vor Anfang Mai verfügbar, an desse Stelle Heumann - ohne Zuzahlung

Nun Heumann, verfügbar - 100 mgr wie 50 mgr - aber jetzt mit Zuzahlung. Aurobindo ohne Zuzahlung, aber nur 50mgr - 100 mgr sind nicht verfügbar.

Für mich die wichtigste Frage: Kann es sein, daß der Wirkstoff Lamotrigin - egal für welchen Produzenten, egal aus welchem Grund - langsam ausgeht? Wenn es so ist, wird ein komfortablen Vorrat den Entzug abfedern, aber irgendwann ist es vorbei.

Wenn es immer knapper wird, könnte die Zuzahlung dann natürlich teuer werden.

Dann wäre es eine grundsätzliche Umstellung unvermeidbar. Für alle, die Lamotrigin nehmen. Die Neurologen würden es aber lange vor uns erfahren und Ersatz-Möglichkeiten suchen.

Den Pflug möchte ich nicht vor den Ochsen binden sondern abwarten. Nehme 100 mgr Heumann, wie seit 3 Monaten. Die letzten 50 mgr Heumann nehme ich abwechselnd mit einer Aurobindo 50 mgr. Nehme an, daß es keine Probleme macht.

Und falls es eines Tages keine Lamotrin egal welcher Art gibt, verlasse ich mich auf meinen Neurologen.

VG

mezeg


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