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Diagnose Epilepsie bekommen! Wie damit umgehen?

Ahorn, Samstag, 27. Juli 2019, 23:14 (vor 26 Tagen) @ morti

Vielen Dank erst einmal für eure Nachrichten. Der Schreck über diese Diagnose war schon ziemlich groß. Und ich war auch tatsächlich verwundert, weil das einzige was passiert ist war dieser kurze Aussetzer und dann soll es gleich Epilepsie sein. Die Neurologin hat mich gefragt, ob ich bereit bin ein Medikament zu nehmen. Das war dann eine sehr schwierige Entscheidung für mich, aber sie sagte, dass ich mich dann besser konzentrieren könne und das ist im Beruf einfach wichtig. Wenn ich andauernd die Daten durcheinanderbringe wirkt sich das ja auch negativ auf meinen Arbeitsplatz aus.
Der zweite Punkt warum ich zugestimmt habe, war, dass ich einfach nicht mehr ruhigen Gewissens Auto fahren konnte. Ständig war diese Überlegung da, was passieren kann, wenn es wieder zu einem Aussetzer kommt und auch ein kurzer Aussetzer kann ja schlimme Folgen haben.
Das waren die beiden Gründe warum ich zugestimmt habe das Medikament zu nehmen. Und es wird ganz langsam aufgebaut. Ich bin noch in der Startphase von einer halben Tablette alle zwei Tage. Ich wollte einfach weder mich noch andere gefährden.
Und die Neurologin sagte auch, dass ich ein Jahr nicht Auto fahren darf, nicht auf Leitern steigen darf, nicht Fahrrad fahren, nicht schwimmen gehen usw. Und das wirkte sich natürlich auch auf die Entscheidung Medikament oder nicht aus.
Aber dann habe ich mich informiert und festgestellt, dass die Regeln beim Autofahren ja anders sind. Dass es ein Jahr nach einem Anfall ist in dem man nicht fahren darf. Und das verunsichert mich jetzt etwas. Was darf ich und was darf ich nicht ist die Frage. Und deshalb wollte ich zu einer Beratung gehen. Ich habe das Zentrum KEH schon im Internet gefunden, aber es liegt von mir aus gesehen sehr weit weg. Aber ich sollte trotzdem dorthin gehen.
Und ich habe auch schon über die verschiedenen Formen von Epilepsie gelesen und ich würde mich tatsächlich bei der Absencen Form einstufen. Und als ich das gelesen habe, welche Formen es alles gibt, war ich tatsächlich schon fast wieder ein bisschen erleichtert. Aber nur ein bisschen, denn ich muss ja immer nur den richtigen Weg finden, nicht mehr Medikamente als nötig zu nehmen, aber gleichzeitig auch sicher im Alltag sein zu können.

Vielen Dank übrigens für den tollen Tipp mit der Schlafapnoe. Ich scheine auch dieses Problem zu haben. Eine Untersuchung wurde durchgeführt und aufgrund des Ergebnisses muss ich stationär ins Schlaflabor zur Einstellung. Vielleicht liegt das Problem mit der Konzentration ja tatsächlich an der Schlafapnoe. Dann muss ich jetzt nicht enttäuscht sein, wenn das Medikament nicht hilft. Dann kann ich noch etwas länger warten bis ich den Schlaflabor Termin habe.

Und ich habe bald einen Termin beim Hausarzt. Vielleicht kann der mir eine Überweisung für das KEH ausstellen.

Vielleicht sollte ich auch tatsächlich die SHG kontaktieren. Zuerst kommt die Diagnose, dann die Information über die Krankheit im Internet und jetzt habe ich das Bedürfnis mich auszutauschen darüber. Weil man eigentlich so wenig weiß über die Krankheit. Man hat nur immer diese schlimme Vorstellung von wirklich schlimmen Anfällen und mehr weiß man eigentlich nicht.

Wie lebt ihr denn mit der Krankheit? Sorgt sie für Einschränkungen im Berufsleben und im Alltag? Das würde mich sehr interessieren.


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