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Epilepsie und Psyche

Chaplin, Donnerstag, 25. Juli 2019, 13:07 (vor 29 Tagen) @ Pimkie17

Hallo,

ich hatte in der Psychiatrie Risperdal bekommen, aber das macht bei mir einen unheimlich hohen Prolaktinspiegel mit den entsprechenden Symptomen. Zu hause bei meinem Psychiater/Neurologen bekam ich Aripiprazol. Das erhöht den Prolaktinspiegel nicht so und man fühlt sich im Alltag fitter als mit vielen Neuroleptika, die so sedieren, um ehrlich zu sein.

Also das Theater mit den psychotischen Symptomen verschwand als Topamax abgesetzt war. Ich hatte Topamax in der Monotherapie am Anfang und bekam dann Orfiril und Topamax. Unter Topamax hatte ich 8 Wochen Übelkeit und Erbrechen. Ich habe in 8 Wochen 10kg abgenommen, bekam Infusionen und Zusatznahrung zeitweise. Diese seltsamen Angstzustände und Welt in der man lebt, war auch für mich eine neue Erfahrung, obwohl ich eigentlich ja auch eine psychische Behinderung schon immer habe.

Ja, ich wurde wegen der Heftigkeit der Symptome in der Psychiatrie medikamentös umgestellt. Die Ärzte in der Psychiatrie sind aber sehr unsicher im Umgang mit meiner Epilepsie gewesen und ich bekam in der Zeit "kiloweise" Tavor. Bei mir war noch das Problem, dass ich mit Monotherapien mit Antiepileptika sehr viele Grand Mals habe und nur noch verletzt bin. Deshalb nehme ich jetzt Lamotrigin, Vimpat und Fycompa. Seitdem ist mein Leben wieder "normaler" (weniger Grand Mals), aber ich muss so einiges verarbeiten.

Vor der Psychiatrie war ich noch im Monitoring im Epilepsiezentrum und hatte dort drei Grand Mals in ca. 10 Tagen. Nach einem heftigen Grand Mal und durch Topamax hatte ich ewig Ausfallerscheinungen, konnte keinen Busfahrplan und nichts mehr lesen.

Liebe Grüße


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