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Epilepsie - Diagnose korrekt? Bitte um Hilfe!

pegasus, Dienstag, 02. Juli 2019, 09:27 (vor 157 Tagen) @ NickiFri

Was dein Freund für Absencen hat, kann ich nicht beurteilen, ich wollte dir eher mitteilen, dass es neben den typischen Absencen auch die atypischen Absencen gibt. In der Regel findet man aber nur etwas zu den typischen Absencen.

Atypische Absencen sind komplexer und gehen meist nur mit einer Bewusstseinseintrübung und nicht mit einem Bewusstseinsverlust einher etc pp. Das ganze auseinandererklären kann ich dir nicht, ist halt nicht meiner Form der Epilepsie, aber dennoch habe ich das mal gelesen und weiß, dass es die gibt.

Ob die Neurologin Epilepsiekompetent ist oder nicht, kann man eigentlich relativ schnell herausfinden. In der Praxis würde dazu nämlich eine Urkunde ausgehängt sein und man würde im Internet, zum Beispiel auf der Homepage der Ärztin, ausreichend allgemeines Informationsmaterial finden zur Epilepsie. Mein Neurologe zum Beispiel hat eine Urkunde über MS in seiner Praxis hängen, aber nicht zur Epilepsie und war schon erstaunt darüber, dass die Klinik das mit meinen Dejavus als Epilepsie eingestuft hat. Bedeutet soviel, mein Neurologe wusste es nicht besser. (ich kann nicht Wechseln, weil es hier keine Epileptologen gibt)

Und bzgl. der Epilepsieambulanz, wundert mich, dass es noch eine Zeit dauert. Dein Freund sollte sich aber schon einmal darauf einrichten, dass er dort zu einem Langzeitmonitoring eingeladen werden dürfte.

Nun zu gutter letzt. Das Fahrverbot, wer hat das erteilt und weswegen?

Es gibt keine Anzeichen, bis auf die Beschreibung des kompletten Herganges, dass es sich wahrscheinlich um eine Epilepsie handelt. Geht man nach dem Ausschlusskriterium, könnte das auch einfach etwas mit der Psyche zu tun gehabt haben und dem ausgesetzten Stress, den dein Freund hatte. Ebenso denkbar wäre, aufgrund der Beschreibung, dass der Kreislauf schlicht und ergreifend aufgrund des Flüssigkeitsmangels der Kröper die Notbremse gezogen hat und deswegen deinen Freund ins Reich der Träume schicken wollte, um den Körper halt zu schützen etc pp.

Das bedeutet, (ich zitiere mal):

Bei einmaligen Anfällen und Gelegenheitsanfällen ist von keinem wesentlichen Risiko eines Rezidivs auszugehen, wenn es keinen Anhalt für den Beginn einer idiopathischen oder symptomatischen Epilepsie in der weiteren Diagnostik gibt oder keine provozierenden Bedingungen wie Schlafmangel, Alkoholkonsum oder Stoffwechselstörungen mehr gegeben sind.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/70549/Beurteilung-der-Kraftfahreignung-bei-Epilepsie

Medikamente nimmt dein Freund hoffentlich noch nicht!?


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