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Absence Epilepsie- Lamotrigin - Verzweiflung

Julediecoolehupe, Montag, 04. März 2019, 11:59 (vor 22 Tagen)
bearbeitet von Julediecoolehupe, Montag, 04. März 2019, 12:06

Hallo liebe Epileptiker,

ich versuche meine Geschichte kurz zu machen und Stichpunktartig aufzuzählen. Ich, weiblich und 33 Jahre habe wohl Absence Epiliepsie.

- April 2018 Urlaub - 4 Flüge insgesamt, unschönes Erlebnis, Mückenstich, beginnende Kopfschmerzen nach Rückflug

- Mai 2018 - Kopfschmerzen, Schwindel, Wortverlust, Durcheinander (Diagnose Stirnhöhelentzündung, nachdem mir Stress etc. als Ursache benannt wurde)
Anschließender Krankenhausaufenthalt mit Antibiotika, entlassen nach 4 Tagen- noch immer Kopfschmerzen und das Gefühl auf Stelzen zu laufen und leichter Schwindel

- Mai 2018 bis Juli 2018 noch immer Kopfschmerzen, oft Helmartig und regelmäßiger Schwindel, oft geschwollene Auge, ständige Einnahme von Schmerzmitteln (abgefertigt von Ärzten mit Spannungskopfschmerz, Stresssymptome) 07/18 erneute Erkältung und Eiter in der Stirnhöhle - Antibiose über 1,5 Wochen, weiterhin immer stärker werdende Kopfschmerzen - Helmartig, geschwollene Augen - zeitweise 6-8 Schmerztabletten täglich, CT im KH unauffällig, auch MRT, Hinweis auf Stresssymptome und anraten mal nen Neurologen aufzusuchen. 3 Tage immer stärker werdende Kopfschmerzen - Wunsch den Kopf aufzuschlagen vor Schmerz - Vorstellung KH, aufnahme Neurologie. Im Rahmen von EEG und Schlafentzugs EEG Feststellung einer Absence Epilepsie, Entlassen mit 25 mg Lamotrigin zur 2 Wöchigen konstanten Einschleichung auf 100 mg. (Lumbalpunktion und MRT unauffällig)

- Juli 2018 bis Nov 2018 Ständiges Ein- und Ausschleichen von Lamo (nie höher als 75 mg gekommen aufgrund der Nebenwirkung - Angstattacken bei größeren Menschenmengen, Schwindel, Nebelgefühl im Kopf, erschwerte Wahrnehmung, Konzentrationsprobleme, völlige Verunsicherung)
Nach dem Ausschleichen im November war alles schlimmer als je zuvor, dauerhafter Drehschwindel, 24/7 Kopfschmerzen - erneut erhöhte Schmerzmitteleinnahme - 2. Jobverlust aufgrund dessen und Auto fahren gar nicht mehr möglich wegen Doppelbildern, die vorher nur immer mal schwummerig sehen waren durch das Lamo

Dez. 18 - Termin beim Neurologen, Lamotrigin wieder nehmen, dass hätte keine Nebenwirkung und ich sollte es doch mal in ner Psychiatrie probieren - er könne und werde mir nicht weiterhelfen. Augenuntersuchung alles unauffällig, Dioptrieverschlechterung von ca.1 Dioptrie pro Auge - innerhalb von 4 Monaten seit Beginn Lamo, neue Brille (sehe schärfer aber noch immer schwammig und wie in nem nebligen Film)

Januar 19. Aufnahme KH (mittlerweile bei 50 mg Lamotrigin) - umstellung höchstens auf Keppra möglich aber nicht gerade meine erste Wahl aufgrund der NW Depressionen und Agressionen, MRT etc. unauffällig - wieder Aussage Lamotrigin wäre nicht die Ursache für das dumpfe Gefühl im Kopf und den nun mittlerweile vorhandenen ständigen dumpfen Druckkopfschmerz. Entlassen mit Spannungskopfschmerz

Februar 19 - Krankengymnastische Hilfe, Rückenschmerzen deutlich besser, Kopfschmerzen noch immer da, Dumpfer Kopf, Konzentrationsprobleme immer größer, Gangunsicherheit, ängstlich, Schlafstörungen (durchschlafen kaum möglich - hierfür schon Opipramol 50 mg - auch wegen Angstgefühlen), kaum Aufmerksamkeit möglich, Merkfähigkeit stark eingeschränkt

März 19 - Lamotrigin mittlerweile auf 150 mg, Nebenwirkungen noch immer da und stärker werdend, Kopfdruck direkt nach dem Aufstehen, verunsichert, Gangunsicher, ängstlich, eingeschränktes Sichtfeld- Nebelgefühl im Kopf - Gefühl zu Verdummen wird immer Stärker.

Heute erneuter Termin anderer Neurologe, abgefertigt das die Kopfschmerzen nur Spannungskopfschmerzen sind - Hinweis doch mal zum Psychologen zu gehen, Neurologische Auffälligkeiten haben nichts mit Lamotrigien zu tun, option Keppra besprochen - wurde erneut auf stärkere Neurologische Ausfälle hingewiesen , abgefertigt worden, dass die Kopfschmerzen schon vor Lamo da waren und fertig.

Ich kann nicht mehr, 2 Jobs verloren, zum 01.04. neue Jobmöglichkeit in TZ aber so wie ich mich fühle schaffe ich das nicht. Kein Arzt nimmt das ernst, will mir helfen oder sonstwas. Alle schieben es auf die Psyche (wurde im April 18 vergewaltigt - war aber auch 9 Monate in Therapie und hab das verarbeitet)- Kurzum um zusammenzufassen was alle Ärzte sagen und mich entlassen:

Lamotrigin hat keine großen Nebenwirkungen und ist das Mittel der Wahl. Meine Auffälligkeiten sind ausschließlich Stressbedingt und zurückzuführen auf eine posttraumatische Belastungsstörung durch die Vergewaltigung. Der Schwindel und das Dumpfsein im Kopf wäre rein psychisch.

Ich merke das etwas mit mir nicht stimmt seit April/ Mai und das es eine Organische Ursache hat und nicht psychisch ist

Ich habe meine Lebenslust und Energie verloren. Ich kann einfach nicht mehr.

Bin ich die Einzige die so massive Probleme mit Kopfschmerzen, Schwindel und Benommen sein hat?

Warum nimmt das niemand ernst? Achso und meine Absencen hab ich nie bewusst mitbekommen.... ich wusste das nicht mal das es Absencen sind.

LG Jule und danke für die Zeit.


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