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Fieberkrampf oder Epilepsie

Anton, Sonntag, 03. März 2019, 10:40 (vor 80 Tagen) @ bilo75
bearbeitet von Anton, Sonntag, 03. März 2019, 10:43

Hallo,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich bin Patient und medizinischer Laie und schreibe aus eigener Erfahrung. Als ich 3 Jahre alt war, bestand in Deutschland Impfpflicht gegen Pocken. Nach dieser Impfung ist es zu einem Fieberkrampf gekommen, der eine Hirnhautentzündung nach sich zog. Dann war über 20 Jahre Ruhe. Erst mit 25 bin ich an Epilepsie erkrankt. Ich hatte also nur einen Fieberkrampf, der mein Leben bis heute verändert hat.

Damit es bei Deinem Sohn nicht weiterhin ständig zu Krämpfen kommt, hat der Arzt Levetiracetam verordnet. Die Gabe dieses Mittels hat noch einen weiteren Sinn. Es soll verhindern, dass sich das Gehirn an ständige Krämpfe, die epileptisch sein können, gewöhnt. Ich gehe davon aus, dass der Neurologe es erst einmal 2 Jahre beobachten will und dann über das weitere Vorgehen mit dir reden wird. Sollte bis dahin alles gut sein, könnte ich mir vorstellen, dass Levetiracetam langsam wieder ausdosiert wird.

Hinweis für die Einnahme dieses Mittels: Es muss regelmäßig genommen werden, sonst kann es zu Anfällen kommen. Veränderungen dürfen nur nach Absprache mit dem Neurologen vorgenommen werden. Ich nehme Levetiracetam und kenne die Nebenwirkungen, es können u. a. Aggressivität auftreten, es könnte aus dem Kind ein „Ätzkind“ machen. Aber das kann und muss nicht sein. Ich wünsche gute Besserung und viel Erfolg.

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.


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