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Wie viel Sorge um das Kind ist gut und wann wird es zu viel?

Shabd, Sonntag, 17. Februar 2019, 18:46 (vor 151 Tagen) @ Stefan72

Guten Tag,
meine Name ist Bruno. Ich bin Franzose, seit 40 Jahre in Deutschland und mache trotzdem einige Schreibfehler. Dafür, möchte zuerst mich entschuldigen. Ich bin 60 und seit 59 Jahre Epileptiker. Nach einer Hirnhautentzündung als ich 6 Monaten alt war, blieben Narben im Gehirn. Da ich dazu Medikamenten resistant bin d.h. die Medikamenten nur ein wenig Wirkung haben, tauchen ca. 2 Anfälle pro Tag.
Erstens wer hat gesagt, daß weil Ihre Frau epileptische Anfälle gehabt hat, ihr Sohn von ihr das geerbt hat. Epilepsie kann nicht über das Erbgut weitergegeben werden. Jeder Mensch hat in seinem Leben mendestens 1 epileptisch Anfall. Es wird meistens nicht war genommen da viele Leute haben das wenn sie z.B. erkältet sind oder unter irgendwelche Gebrechen leiden. Niemand kommt auf die Idee. Ich kann nur wiederholen: Ihr Frau trägt keine Schuld darin!
Wie Sie darauf reagieren sollen? Es ist für Eltern sowie für den Betroffenen nicht einfach bis man eine Mitte gefunden hat aber vorerst warten ohne Antiepilektikum. Die Idee mit der Uhr ist gut aber die Reaktion Ihre Frau ist die von einer Mutter. Ich kann trotzdem nur sagen, es ist nicht gut sogar schlimm für Ihr Kind. Meine Mutter hat mir auch ganz eng an sich halten wollen. Als ich 19 gewesen bin habe ich nicht mehr ausgehalten und bin ausgebrochen. Ich dürfte nirgenwo,keine Freunden, kein Fahrrad, kein... kein...kein. Als ich während meine Lehre mein erstes Geld verdient habe, bin ich zuerst allein ganz weit im Ausland weggeflogen, dann einmal fertig kam ich über Berufsaustausch nach Deutschland wo ich blieb, heiratete und gründete eine Familie. Sie müssen unbedingt Ihr Sohn trauen, daß er seinen Weg finden wird, sonst wird er nicht lebensfähig werden.Dann werden die Probleme nur grösser, für ihn und für Sie. Fahrrad fahren? Lassen Sie ihn mit Helm fahren. Wenn Sie wußten wo ich mit meinem Fahrrad überall gewesen bin: Schweiz, Holland, Italien, Sizilien, etc... Nie allein aber ich wollte meine Jugend leben.
Also, lassen Sie Ihr Sohn ganz normal leben. Tätscheln Sie ihn nicht. Er soll seinen Freunden Anteil an seine Sache nehmen lassen, es kann ihn nur bewachen.
Zu viel Schutz ist sein Verderben.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Weisheit
Herzliche Grüsse - Bruno


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