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Leider neu hier

Vatervon2, Sonntag, 27. Januar 2019, 12:07 (vor 171 Tagen) @ Vatervon2

Er ist schon etwas hyperaktiv (wie sein kleiner Bruder auch) und hat Konzentrationsschwierigkeiten, wenn er länger fokussiert bleiben soll und blödelt gerne herum. Einfache Sätze spricht er schnell und problemlos. Neue komplexe Wörter (wie Pubertät oder Epilepsie) merkt er sich nur sehr schwer oder speichert sie falsch ab und im Dialog haut er immer mal eine eigenartige Satz- oder Wortschöpfung raus.
Ich hatte immer das Gefühl, er könne etwas organisches haben und konnte es aber nie zuordnen. Im Prinzip waren die Auffälligkeiten bis jetzt ja beherrschbar.

Jetzt sind wir natürlich total verunsichert und ich wende mich in der Hoffnung an dieses Forum, hier etwas Hilfe zu bekommen.

Meine Frau und ich hatten wegen anderer Abklärungen jeweils im Jugend- und Erwachsenenalter 2mal ein EEG und hatten vermutlich keine Auffälligkeiten (zumindest hat man uns keine mitgeteilt). In der Familie bis zu den Urgroßeltern haben wir keine Epilepsie.

Wir haben viele Fragen und alle habe ich sicher nicht auf Abruf parat. Die wichtigsten sind:
Wenn es laut EEG keine Rolando-E. ist, welche anderen Arten der Epilepsie kämen noch in Frage? Ich habe einiges gelesen, aber irgendwie paßt für mich da nichts so richtig.
Reicht die Befundung im Kreiskrankenhaus oder sollten wir nochmal zu einem Spezialisten? Kann jemand im Großraum Stuttgart diesbezüglich Empfehlungen aussprechen?
Liege ich richtig damit, die geschilderten Auffälligkeiten der letzten Jahre mit der nun zu Tage getretenen Epilepsie in Verbindung zu bringen?
Mein Gefühl sagt mir, wir helfen ihm, wenn wir etwas mehr Ruhe in den Haushalt bringen. Sein Bruder und er fetzen oft wie die Derwische durchs Haus. Sollen wir (so weit wir das in den Griff bekommen) mehr Ruhe verordnen?
Er fühlt sich gegenüber seinem kleinen Bruder oft benachteiligt oder weniger geliebt. Das ist bei den erstgeborenen aber wohl häufig der Fall. Durch die Krankheit bekommt er nun natürlich mehr Aufmerksamkeit. Wie groß ist die psychische Komponente?
Wie findet man das richtige Maß zwischen Behüten und leben lassen?
Darf er tatsächlich nicht mehr in der Schule schwimmen?
Kann er im nächsten Skiurlaub überhaupt in den Skikurs oder lehnen die ihn ab?

Vielen Dank im voraus für Tipps und Antworten.


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