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Epilepsie seit der Pubertät

Anton, Dienstag, 15. Januar 2019, 18:42 (vor 161 Tagen) @ Isi123

Hallo Isi,

herzlich willkommen hier im Forum. Dir ist bekannt, dass hier nur medizinische Laien, meistens an Epilepsie Erkrankte, Beiträge verfassen. Unsere Informationen sind völlig unverbindlich und ersetzen nicht ärztlichen Rat. Von daher sei bitte vorsichtig mit dem, was ich jetzt schreibe.

Im Großen und Ganzen möchte ich mich den Ausführungen meiner Vorschreiber anschließen. Dennoch habe ich einige Fragen. Ich bin seit 4 Jahrzehnten an Epilepsie erkrankt und weiß, dass es damals durch den Hausarzt behandelt worden ist. Das war so üblich. Zumindest in ländlichen Gegenden.

Mir hat in den ersten zwanzig Jahren auch der Hausarzt ein ganz normales Mittel verschrieben. Zu der Zeit gab es schon bessere Therapien. Erst als der nicht mehr weiter wusste, habe ich mich an einen Neurologen mit Epilepsie-Zertifikat gewendet. Der wiederum hat mich in ein Epilepsie-Zentrum geschickt, weil auch ihm es nicht gelang, mich anfallsfrei zu bekommen.

Epilepsie-Zentren haben lange Wartezeiten, aber aus Erfahrung kann ich sagen, das Warten lohnt. Dort nimmt man sich den Patienten vor und versucht alles, ihn anfallsfrei zu bekommen und wenn Frauen den Wunsch haben, schwanger zu werden, sucht man die richtige medikamentöse Therapie. Auf diesem Wege hätte eine Schwangerschaft Hand und Fuß.

Du hast viel darüber geschrieben, vieles wundert mich, es ist aus meiner Sicht auf die mangelnde Erfahrung des Arztes zurückzuführen. Ich halte gewissen Regeln ein. So gehe ich einmal im Vierteljahr zum Neurologen, dort werden die nötigen Untersuchungen vorgenommen, wenn es Anlass zu Änderungen der Medikation gibt, erhalte ich einen Extra-Termin.

Ich halte es für sehr gefährlich, ohne Rücksprache mit dem Neurologen an der Medikation herumzuspielen. Das kann auch mal in Hose gehen. Ich denke in dem Zusammenhang an SUDEP, das ist der plötzliche Tod eines Epilepsie-Patienten. Wenn Du spezielle Fragen hast, wir helfen gerne. Oben rechts unsere Suchfunktion kann dir u. U. auch schon eine Hilfe sein. Ich wünsche guten Austausch.

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.


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