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Sind Medikamente wirklich sofort nötig?

chrissie @, Dienstag, 27. November 2018, 22:06 (vor 118 Tagen) @ Green

Hallo Anya,
Green hat Recht, die Ärzte sichern sich ab, damit nicht nochmal so was auftritt.
Ich begleite oft Neuerkrankte zu Neurologen oder in Epilepsieambulanzen und es wird überall auf diese Weise gehandelt, sogar bei leichteren Anfällen. Und der Anfall bei deinem Sohn hörte sich ja doch schon etwas heftiger an. Dazu hat er psychische Probleme, was oft Auslöser sein können. Daher hat er wahrscheinlich auch Levetiracetam bekommen.
Du solltest dir gar nicht die Beipackzettel durchlesen. Jede Nebenwirkung MUSS da rein geschrieben werden, es steht ja auch dabei, wie oft welche NW vorkommt. Wenn man also die NW nicht aushält, kann man -wenn möglich- auch auf ein anderes Medikament umstellen. Aber bedenke immer: die NW müssen nicht auftreten. Ich habe bei einem Epilepsiemedikament eine NW, die nicht im Zettel steht, die Ärzte sind nach Durcharbeiten der Fachliteratur drauf gekommen, Absetzen ist nicht so einfach, da die Anfallssituation besser ist, ich ansonsten alle Medikamente ausprobiert habe, die NW des jetzigen Medikamentes aber gefährlich werden kann.
Levetiracetam (1500mg pro Tag) nehme ich auch als zusätzl. Medikament, damit habe ich keine Probleme.
Und Green hat es auch richtig geschrieben: jeder Patient darf selber bestimmen, ob er ein Medikament nehmen möchte oder nicht.
Alles Gute für deinen Sohn


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