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Warum machen wir Epilepsie nicht zu einem Thema öffentlich

mezeg, München, Freitag, 14. September 2018, 17:21 (vor 64 Tagen) @ Andre

Hallo,

war drei Tage in Österreich, wollte Mittwoch nachmittag zurück fahren und habe den Zug verpasst.

Die Abfahrt wurde wegen Arbeiten an den Schienen vorgezogen, davon wußte ich nichts. Meine Zimmerwirtin begleitete mich zum Schalter, wo die nette Angestellte mir eine (kostenlose) Umbuchung anbot aber doch lieber für den nächsten Tag.

Ich war - sagen wir etwas "unruhig" und insistierte, um am gleichen Abend zu fahren. Erwähnte auch, daß ich mich wegen Epilepsie nicht aufregen darf. Das Ersatz-Ticket wurde mir sofort für den gleichen Tag ausgestellt und vorgeschlagen die zwei Stunden im Raum des Roten Kreuzes abzuwarten. Weiterhin noch sehr "unruhig" habe ich abgelehnt, dann wurde ich mit aller Ruhe und Freundlichkeit in die Lounge (eigentlich nur für 1. Klasse...) begleitet. Ruhig, sanftes Licht.

Habe dem zuständigen Angestellten informiert - ich schätze, er hatte es sowieso selber gemerkt. Als ich eigentlich etwas zu früh bereis zu den Gleisen gehen wollte, sagte er mir ohne Druck - ohne Stress, ich sollte doch lieber etwas warten. Die Züge werden erst eine halbe Stunde vor der Abfahrt bereitgestellt.

Habe auch später im Zug gemerkt, daß ich in der Früh die Morgen-Dosis vergessen hatte. Die Situation war also nicht ganz ohne.


Durch diese sanfte Behandlung konnte ich die Aufregung langsam runterfahren. Eben weil ich meine Anfälligkeit für Epilepsie erwähnt habe.

mezeg


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