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Depressionen, Gedächtnis, OP, Depressionen, Gedächtnis

podi, Dienstag, 08. Mai 2018, 11:14 (vor 139 Tagen) @ pegasus

Mein Neurologe der auch Chefarzt auf der Neurologie ist wo ich in den letzten, etwa zehn Jahren zur Behandlung war, hat auch die Vorbereitungen auf die OP verfolgt. Die hat etwa 1,5 Jahre gedauert. Davor hab ich mehr als 40 Jahre die verschiedensten Medikamente, auch Medikament Kombinationen genommen. Zum Glück meist ohne wirklich schwere Nebenwirkungen, aber ich war eben immer Therapieresistent. Egal was, ich hatte immer Anfälle. Dabei war/bin ich immer mehr oder weniger depressiv gewesen, das hat man nur durch Antidepressiva regeln können. Ausserdem haben auch die Anfälle Auswirkungen auf den Frontal Lappen, auf das Gedächtnis gehabt.
Mein Neurologe hat mich im Laufe der Vorbereitungen auf die OP öfters darauf hingewiesen, daß das Leben nach der OP nicht unbedingt viel leichter wird. Nach einem ganzen Leben mit Anfällen, werden sie mir fehlen. Und das tun sie, sogar viel mehr als ich mir je vorstellen konnte. Ausserdem konnte ich vorher sagen "Ich bin Epileptiker" das ist jetzt anders. Ich nimm nach wie vor Antiepileptika, noch sehr viele Jahre. Aber was bin ich jetzt? Das und die fehlenden Anfälle verursachen wirklich schwere Depressionen. Ausserdem ist das Gedächtnis durch die Schäden am Frontal Lappen noch schlechter geworden.
Durschnittlich dauert es, wie auch hier im Forum zu lesen ist, etwa zwei Jahre, bis man wieder halbwegs normal leben kann.
Aber das ist eben Durchschnitt. So ein ganzes Leben, das man nie anders kannte, ist schon schwer, einfach zu vergessen.


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