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Epilepsie und Kind

KeinEindruck @, Pirna, Mittwoch, 07. März 2018, 09:23 (vor 165 Tagen) @ Schmusekatze
bearbeitet von KeinEindruck, Mittwoch, 07. März 2018, 09:35

Hallo Schmusekatze,

dein Eintrag ist zwar schon etwas älter, aber ggfs liest du meine Antwort ja noch.

Ich habe eine Kombi aus Aufwach-Grand-Mal-Epilepsie und dem Janz-Syndrom. Aktuell bin ich unter Levetiracetam anfallsfrei und in der 26. Schwangerschaftswoche. Ich habe früh mit der Folsäureprophylaxe angefangen (3Monate vor absetzen der Pille) und meinem Kleinen geht's super.

Das Ersttrimester Screening sowie die Feindiagnostik waren unauffällig.

Ich habe etwas bammel vor dem Schlafentzug nach der Geburt, jedoch gibt es hier die Möglichkeit über die Krankenkasse eine Haushaltshilfe zu bekommen. Für 6 Tage übernimmt die Krankenkasse das komplett, sofern die Hilfe länger benötigt wird muss zugezahlt werden. Die Haushaltshilfe würde sich um das Kind kümmern ggfs. spazieren gehen, während du dich bspw. schlafen legst.

Bei der Betreuung des Kindes wird immer darauf hingewiesen, dass Epileptiker ihre Kinder auf dem Boden stillen und wickeln sollen und für die Mobilität innerhalb der Wohnung wird zu einem Stubenwagen geraten. So hat man sein Kind immer im Blick und muss es nicht ständig tragen. Vom Tragen des eigenen Kindes wird eher abgeraten.

Das Fehlbildungsrisiko ist bei Epileptikern minimal höher. Die häufigste Fehlbildung ist der offene Rücken, welchem mit der Folsäuereprophylaxe vorgebeugt wird. Hier wird auch entsprechend eine höhere Dosis (5mg)empfohlen, als es bei Frauen ohne Epilepsie der Fall ist.

Meine Schwiegereltern haben zum Glück nicht so gestresst bzw. nachgefragt und sich alles erklären lassen.

Wenn ihr eine Familie gründen wollt, dann macht das. Achte aber wirklich auf die Folsäure, die ist bei uns ganz wichtig. =)

Viele Grüße
Kein Eindruck

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I´d rather be anything but ordinary.


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