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Mylepsinum

Anton, Dienstag, 13. Februar 2018, 17:00 (vor 252 Tagen) @ sandra79

Hallo Sandra,

ich habe Mylepsinum (Primidon) gut 20 Jahre in Kombination mit Zentropil (Phenytoin) genommen. Welche Menge weiß ich nicht mehr. Es hat mich überwiegend anfallsfrei gehalten. Ich hatte mit Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten und einer spürbaren Verlangsamung zu tun.

8 Jahre nach Beginn der Einnahme o. g. Medikamente ist bei mir der Cluster-Kopfschmerz ausgebrochen. Das ging über 15 Jahre mit zunehmender Steigerung. Niemand konnte mir helfen, im Gegenteil, man hielt mich für einen Simulanten. Nachdem ich fast alle Universitäts- und Diagnostikkrankenhäuser in Deutschland durch hatte, ist ein Neurologe in der Essener Uniklinik auf die Idee gekommen, es könnte an der Zusammensetzung (Unverträglichkeit) beider Wirkstoffe (Phenytion und Primidon) liegen.

So haben wir die Medikamente abgesetzt und ersatzweise Ergenyl Chrono (Valproinsäure) eindosiert. Direkt mit der Umstellung war der Schmerz wie weggeblasen und ist nie wieder aufgetreten. Unter Valproinsäure war es leider mit der Anfallsfreiheit vorbei. Das war der große Nachteil. Keine Schmerzen, dafür Anfälle. Das alles muss bei dir nicht sein. Heute im Nachhinein würde ich sagen, mit Mylepsinum und Zentropil gut zurechtgekommen zu sein. Ich wünsche viel Erfolg.

Liebe Grüße
Anton

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Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.
(Jean Paul, 1763 - 1825, deutscher Schriftsteller)


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