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Anfallskalender

morti, Freitag, 19. Januar 2018, 23:56 (vor 211 Tagen) @ sandra79

Hallo Sandra,

ich finde das Thema: 'Anfallskalender' durchaus interessant. Auch ich nutze einen Kalender. Ich nutze hier für Excell, da ich somit auch vielseitige Auswertungsmöglichkeiten zur Verfügung habe. Es ergibt sich allerdings eine Grundfrage, die sich jeder Benutzer eines Kalenders stellen sollte. Nutze ich die Erfassung der Anfälle postum oder möchte ich Auren (falls ich solche habe) im Vorfeld besser erkennen und nutzen lernen?

Ursprünglich hatte ich beide Erscheinungen erfasst. Ich habe mich aber im Laufe der Zeit auf das Erfassen der Auren konzentriert, einfach um vorbeugend aktiv werden zu können. Anfälle kann ich ja eh nicht beeinflussen. Ich kann es nur versuchen, die Vorwarnungen zu erkennen und zu nutzen. Es hilft mir etwas, ist aber keine Garantie.

Zu meiner Tabelle. Auf der ersten Seite/Tabelle habe ich alle symptomatischen Erscheinungen erfasst und einem Gesamtbegriff zugeordnet. Es ist eine persönliche Niederschrift in dem auch die Zeitdauer erfaßt ist. Hierbei ist es wichtig, daß eine klare Trennung der verschiedenen Erscheinungen erfolgt. (ich habe zB. vier verschiedene optische Störungen) Dies ist sehr individuell. Ich brauchte dafür etwa drei Monate. Das hört sich lange an, ist aber auch notwendig, wenn man wissen will, woran man ist.
In dieser Phase fand ich auch heraus, wie mein Tageszyklus strukturiert ist. Der Sinn ist es, den zeitlichen Zusammenhang der jeweiligen Störungen mitzuerfassen. (bei mir sind vier klar definierte Zeitfenster/Tag definiert)

Was bedeutet das jetzt alles? Ich habe acht Symptome unter Beobachtung. Da jeder Tag vier Zeitintervalle enthält, welche auf die zu beobachtenden Symptome zu übertragen sind, erhalte ich hiermit 32 Eintragsfelder. Ich muß also pro Tag im jeweiligen Feld ein Kreuz setzen... oder auch nicht.

In weiteren Tabellen kann ich die Kalendererfassung in Zahlen umwandeln und weitere Schlüsse ziehen. Das ist aber ein anderes Thema. Wenn Du magst, so können wir uns auch darüber unterhalten.


Fazit: Ein Anfallskalender ist der erste Schritt zur Selbstbeobachtung. Du kannst daraus lernen und persönliche Schlüsse ziehen. Egal, was die tollsten statistischen Auswertungen eines Kalenders ergeben mögen, Dein Leben ist die Praxis, also das Sammeln von Erfahrungen. Der Kalender ist nur eine nutzbare Methode.(ps. nutze, was möglich ist)

MfG Morti ;-)


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