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"Satan Anwalt" für Sanitäter - Folge

mezeg, München, Freitag, 12. Januar 2018, 19:01 (vor 136 Tagen) @ Desi

nein, so einfach ist es nicht. Sie ist sehr dominant, und es ist nicht nur meine Meinung. Normal kann ich genug opponieren, da war ich zu ausgelaugt. Heftige Diskussionen, die sich im Kreis drehen, sind mir seit der OP nahe dem Sprachzentrum sehr belastend. Auch sonderbar, daß sie "regierte" anstatt mit ihren zwei bekannten Kollegen zu kooperieren. Sie blieben sehr still, dabei wurden sie doch angerufen und trugen daher die Verantwortung.

Ich kann sehr wohl bei Bedarf Autorität einsetzen, z.B. vor sehr langer Zeit. Meine zwei Kinder und die zwei von Freunden hatten in einem Zimmer den Schlüseln zugedreht, nur mit Schlitzfenster. Die Tochter (6 Jahre) der Freundin war wohl der Übeltäter und heulte verzweifelt. Mein Freundin auch. Dann habe ich übernommen: "Hör auf zu heulen, dreh fest an die Schlüssel, das schaffst Du! Mach schon!" Weiter heulend hat sie es doch probiert und geschafft. Dann war sie stolz.
(dabei war sie nicht der Übeltäter sondern eine zweijährige...)

Als ehrenamtliche Tourenleiterin habe ich "begründete" Autorität angewendet: Vor dem Start die Spielregeln und deren Grund erklärt und dabei geblieben, es sei denn die Umstände ändern sich. Manchmal die Gruppe auswählen lassen: "Wir haben ein gutes Zeitpolster, also direkt zum Ziel oder Kaffeepause... in dieser Wirschaft gibt es Champagner-Torte..."

Mehrere hätten mich gerne wieder: "Bei Dir weiß man, woran man ist"

Auch Erfahrung als Ersthelfer. Notwendigkeit schwer wiegender medizinischer Hilfe gab es nie. Vielmehr Management. Zustand schnell abschätzen und Aufgaben verteilen: Stelle absichern, 112 anrufen - hatte nicht immer ein Handy dabei -, jemand zu einer sicheren gut einsehbaren Stelle, um den Sanka gezielt zu winken. Bekommen sie eine Aufgabe, konzentrieren sich darauf und "stören" nicht mehr. Selber mit den Anwesenden und Zeugen reden, um die Vorgeschichte zu ermitteln und gleichwohl denen Ruhe und Sicherheit zu vermitteln (Auch wenn ich selber nicht so sicher war, daß alles klappt...)

Ich wurde einmal gefragt: "Sie sind doch Ärztin, oder?" :-D :-D :-D
Es war keine dramatische Lage: kleine Gruppe guter Freunden nach fröhlicher Geburtstag-Party heimgeradeln und wohl etwas durcheinander, einer "umarmte" einen Pfosten.

VG
mezeg


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