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"Satan Anwalt" für Sanitäter - Folge

mezeg, München, Donnerstag, 11. Januar 2018, 20:39 (vor 220 Tagen) @ mezeg

Dritten GM-Anfall, na ja, auf dem Rad… Ein Fußgänger kam plötzlich hinter einen Wand, Vollbremsung, bin auf den Lenker gefallen und umgekippt. Zuerst nur „geschockt“, dann komisches Absacke-Gefühl, habe das Rad von dieser etwas einsamen Stelle geschoben, mehrere Leute mir entgegen gesehen und gedacht: „Mehrere ist besser als nur einen“ – irgendwie: nicht bestohlen, nicht falsch behandelt. Fühlte wohl „unbewusst“, dass der Anfall kam. Im Sanka bin ich kurz in einer „fremden Welt“ aufgewacht, ein Mann in blau mit gegegnüber mit sehr intensivem Blick auf mich. Irgendwie erstaunt, unsicher.
Als er mich im Krankenhaus vom Sanka runtergerollt hat, hat er dem Krankenpfleger meinen Rucksack überreicht, dazu "jemand hat mein Rad abgesichert". Eine für mich sehr wichtige Information. Habe ich sogar verstanden...:-D

Der sehr nette Krankenpfleger kniet, um an der Höhe meines Gesichts zu sein – also keine Bedrohung von oben. Fragt wie übelich nach Vor-, Nachnamen, Geburtsdatum, worauf ich postwendend korrekt antworte. Dann fragt er, ob ich von der Liege auf dasm Rollbett kommen kann, er hilft mit. Dann führt er mich zu einem kleinen Zimmer, es stand eine (nette) Ärztin und er bleibt??? Übersetzt, was die Ärztin fragt, was ich antworte. Erst nach einer Weile habe ich verstanden, dass er Franzose war und ich effektiv eine Weile kein Deutsch verstand / sprach. Wenn schon bei Einlieferung im Krankenhaus ein französischer Krankenpfleger bereit steht, wurden sie vorher darüber informiert und dies nur vom Sanka möglich. Habe ich vielleicht im Sanka etwas „muttersprachlich“ gesagt? Oder aufgrund des Ausweises? Auf jedem Fall sehr effizient.
Na ja, ein kleines Pflaster hatte ich am Unterarm und es hat etwas geblutet. Wohl um die Reaktionsmöglichkeit zu testen. Das war aber vollkommen korrekt!

Vierten GM – ebenfalls auf dem Rad und in Österreich. Die Sauerstoff-Maske hat mich wohl schnell an die Oberfläche gebracht. Reaktionstest: Ein Sanitäter auf mich gebeugt, streichelt leicht die Wange. Hübscher Kerl auch noch… :-D :-D Gute Ware kann man auch im fortgeschrittenen Alter bewerten.

Seine Kollegen sprachen mich auch an: „Frau …, bleiben sie bei uns“ o.ä.
Im Sanka wurde ich angesprochen, musste hart kämpfen, um zu „Ich bin Französin“ auszusprechen. Deren Dialekt war mir kryptisch, ich wollte signalisieren, dass ich nur deswegen nicht antwortete.

Bei der Ankunft im Krankenhaus habe ich an dem Gurt gefummelt, ein Sanitäter wollte mich sanft davon abhalten. Habe gesagt, mir ist heiß, ich möchte die Jacke ausziehen, hat er sofort den Gurt gelöst.

Diesmal auch gute bis sehr gute Erfahrung mit den Sanis.

Als Ersthelfer hatte ich sie „davor“ mehrfach erlebt. Eigentlich sachlich, effizient. Einmal war sie etwas „brüsk“. Der Patient schlief über Nacht auf einer Wiese mit Bodenfrost. Ich sah ihn zufällig und brachte aufzustehen und mit mir zum Radweg zu kommen. Betrunken und unruhig, Italiener nach dem Oktoberfest... War wohl richtig, dass sie Autorität zeigte. Sie sprach auch noch italienisch..

mezeg


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