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"Satan Anwalt" für Sanitäter

mezeg, München, Donnerstag, 11. Januar 2018, 20:38 (vor 136 Tagen) @ Desi

Was Pegasus erlebt hat, ist in keinster Weise zu akzeptieren. In diesem Fall hätte ich sofort Anzeige gemacht. Verletzung der persönlichen Unantastbarkeit oder wie es juristisch korrekt heißt.

Ich wollte mich nicht einbringen, eine Verallgemeinung über Rettungssanitäter finde ich aber nicht angepasst. Zu oft höre über „DIE“ Radler Kritik, Abwertung, Verurteilung etc. Ja, es gibt Radler-Rowdys, grundsätzlich viel zu viel, manche „einfach“ weil sie nicht aufgepasst, nicht überlegt hatten, andere ICH bin! Als tägliche Radlerin ärgere ich mich oft genug über solche A…, die mich in Schwierigkeit / Gefahr bringen. Es sind aber nicht alle! Und ich fluche nicht über „DIE“ Autofahrer, da gibt es auch solche und solche.

Das gleiche bei Rettungssanitätern.

Bin nicht ganz „ohne“ Beziehung, hatte zwei Jahre Medizin studiert, die ältere Tochter ist Rettungssanitäterin, zuerst ehrenamtlich dann hauptberuflich. Ihr Mann auch. Kurse über Erste Hilfe hatte ich lang vor meinen jetzigen Problemen gemacht.

Bei den zwei Anfällen nach der OP war ich alleine und bin bewußtlos ins Bett gegangen. Das dritte Mal spielte ich mit der jüngeren Tochter Karten auf dem Balkon. Eine sonderbare Antwort hat sie beunruhigt, sie hat probiert mich ins Zimmer irgendwie hinzubringen.Zu spät. Sie hat angerufen, aber die 110, der Sanka kam etwas später. Ich wachte in einem sonderbaren Licht auf, dann rechts von mir Sanitäter vom RK, dann großen roten Koffer – ich dachte Sauerstoff – „Wieso Sauerstoff, ich brauche doch nicht!“ - , dann die ältere Tochter – „aber die war doch nicht da!“- , dann jüngere Tochter mit sehr intensivem Blick, dann zweiten Sanitäter. Der erste Sanitäter sprach mich mit Namen an, eine Weile konnte mich nicht in Wörtern ausdrücken. Mitkommen wollte ich nicht, die ältere (eben RK-) Tochter war sehr autoritär, nur aus Müdigkeit habe ich aufgegeben. Die zwei Sanis war erstaunlich reserviert, beide Kollegen von ihr. Ich wollte Medikamenten mitnehmen, sollte ich doch im KKH eine Weile bleiben. Sie hinderte mich daran, ich war zu schwach, um mich durchzusetzen. Sie darauf bestand, mich im KKH dann abzuholen. Als ich sie dann anrief, musste ich sehr, sehr lange warten. Sie nahm sich viel Zeit, um ihren Sohn ins Bett mit Geschichte etc. zu bringen. Im Auto verbot sie mir das Radfahren sehr autoritär, laut, kategorisch. Habe ich ihr gesagt, sie sollte endlich schweigen, ich würde sonst die Tür aufmachen und vom Auto springen. Auf einer Schnellstraße. Ich war nah dran, die Tür zu öffnen, um endlich keine Stimme mehr zu hören. Hat sie wohl dann realisiert und geschwiegen. Als berufliche Rettungssänitäterin! War sie so gefährlich negativ weil im „Zivil“ und ihrer Mutter gegenüber? Oder auch so im Dienst mit Patienten, die sich nicht wehren können? Weiß ich nicht.

Im Sanka sagte ich dem Sani, es sei mir übel. Er reichte mir eine Schale, habe ihm aber gesagt, er sollte mir lieber was „harmloses“ erklären. Sofort fing er an, mir von seinem Besuch in Paris zu erzählen. Perfekt ausgewähltes Thema, ich konnte einfach mitreden und die Übelkeit vergessen. Wie er so schnell, so natürlich, reagierte konnte, bewundere ich immer noch.

Zweiten GM-Anfall auf Rad, als ich eine kleine Tour leitete. Lt. Teilnehmern etwa 2 km „sprachlos und bewusstlos“ weiter geradelt. Sogar eine Abbiegung richtig genommen, kurz „aufgewacht“ und gemerkt, dass ich zu nah am Rand fuhr und korrigiert. Dann lt Teilnehmern vom Rad abgestiegen, wurde hingelegt und krampfte dann. Vom Sanka bleibt mir ein Horror-Bild: kaum an der Oberfläche, mit einem Mann in Rot kämpfend, der mir ersticken wollte. Aus dem Bericht klar zu verstehen: ich war sehr unruhig und wurde sediert. Der Sani hat mir wohl die Nase zugehalten, um mir das Medikament in den Mund zu spritzen, tröpfen o.ä. War richtig, bleibt mir als Albtraum aber sehr belastend.

... Fortsetzung folgt


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