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Hausarbeit

Anton, Sonntag, 07. Januar 2018, 18:02 (vor 289 Tagen) @ Funny
bearbeitet von Anton, Sonntag, 07. Januar 2018, 18:08

Hallo Funny,

leider hat sich fortgesetzt, was zur Zeit des Dritten Reiches gewesen ist. So wie die Kirchen während der Nazi-Zeit Geld dafür genommen haben, weil sie Belege darüber liefern konnten, ob jemand ein lebenswertes oder nicht lebenswertes Leben führt, so haben Bischöfe nach dem Krieg minderjährige Abhängige in den Heimen und Internaten sexuell missbraucht und sich bis heute nicht dafür entschuldigt. Ein gutes Beispiel ist auch Freistatt, die von Bethel geführte Fürsorgeeinrichtung.

Es ist allgemein bekannt, dass die Herkunft von jungen Menschen über das spätere Leben entscheidet. Ebenso ist bekannt, dass die ersten Lebensjahre die alles entscheidenden Jahre sind. Ein an Epilepsie erkrankter Mensch kann sich in dieser Zeit nicht so entwickeln wie ein Gesunder. Die Defizite begleiten den Betroffenen bis ans Lebensende.

Ich bin erst mit 25 an Epilepsie erkrankt. Ein Gespräch, zum Beispiel mit einem Mediziner, ist heutzutage solange auf normalem Level möglich, wie nicht bekannt ist, dass ich an Epilepsie leide. In dem Moment, in dem er davon erfährt, zum Beispiel nach Lesen der aktuellen Medikation, fällt die Klappe, mit der Normalität ist es dann vorbei.

Solange man sich zur Wehr setzen kann, sehe ich keine Probleme. Bei Kindern und älteren Menschen ist es schon schwieriger, da besteht die Gefahr des emotionalen Missbrauchs, sofern Beschützer oder Angehörige nicht vorhanden sind.

Viel Erfolg bei der Arbeit wünscht
Anton

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Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.
(Jean Paul, 1763 - 1825, deutscher Schriftsteller)


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