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in der regionalen Selbsthilfegruppe kein solcher Fall

chrissie @, Dienstag, 26. September 2017, 00:14 (vor 27 Tagen) @ renata

Hallo Renata,
ist denn in Bezug auf die Epilepsie-Diagnose noch kein MRT und keine Gehirnwasser-Punktion bei dir gemacht worden? Das wurde bei mir schon vor über 30 Jahren gemacht.
Wenn der Temporallappen betroffen ist und der Patient therapieresistent ist, besteht aber eine sehr gute Möglichkeit einer operativen Maßnahme.
Einige Epilepsie-Patienten haben Glück, dass sofort das erste Medikament wirkt, ich gehöre auch zu denen, die therapieresistent sind und das jetzt schon zum 2. mal. Nach der OP 1994 war ich 20 Jahre anfallsfrei, allerdings hat man damals noch sehr lange gewartet bis zu dieser OP (Erfahrungen damit fehlten auch), das ist jetzt der Grund, dass ich wieder Anfälle habe, aber diesmal an dem anderen Hippocampus (bestimmter Teil des Temporallappen), daher kann nicht mehr operiert werden. Mein Epileptologe macht genauste Diagnostik und erklärt auch sehr genau, was die Ursachen sein können, dafür muss man sich aber gut kennen und größtes Vertrauen haben.
Bezüglich Medikamenten-Nebenwirkungen: mit Lamictal hatte ich 17 Jahre keine Probleme, es war ein super Medikament, ich war richtig fit auch geistig, aber dann bekam ich plötzlich extreme allergische Hautreaktion, deswegen musste es leider abgesetzt werden. Seitdem habe ich sehr oft ähnliche Nebenwirkungen auch mit anderen Antikonvulsiva oder extremste Müdigkeit u Zittern. Früher hatte ich so gut wie nie NW.
Jeder Körper ist anders u jeder verträgt die Medis anders, ich kann auch nur raten, den Beipackzettel nicht zu lesen und bei NW den Neurologen zu kontaktieren. Meine Ärzte nehmen mich immer ernst, wenn ich NW melde, auch wenn es die extrem seltenen im Beipackzettel sind oder wenn sie gar nicht drin stehen.


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