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in der regionalen Selbsthilfegruppe kein solcher Fall

renata, Sonntag, 24. September 2017, 15:46 (vor 82 Tagen) @ mezeg

Danke mezeg!
Lustig: Ich komme aus dem „Schwarz-Wald“.
Ich bin sozus. 1. Lehrjahr in Sachen Epilepsie. Da man an dieser Krankheit/Störung nicht stirbt, sammelt sich viel Erfahrung an. Davon profitiere ich gerne.
Die schriftlichen Aufzeichnungen mache ich immer und finde diese wortwörtlich wieder im Arztbericht.
Meine bescheidenen Erfahrungen:
Es gibt keine zwei vergleichbare Fälle.
Der Temporallappen ist schwer medikamentös zu beeinflussen.
Das ehrgeizige Ziel der Ärzte ist Anfallsfreiheit durch Medikamente.
Sich mit den Nebenwirkungen herumzuschlagen, bleibt dem Betroffenen überlassen.
„Nicht den Beipackzettel lesen“ so ein ärztlicher Rat an mich.
Mir wurde auch nicht in jedem Fall geglaubt. Beispiel Lamotrigin:
Mein Gedächtnis war lädiert. Mich umarmten Leute, die ich nicht erkannte. Der Arzt wollte lieber auf eine Demenz tippen, als dem Mittel eine solche Nebenwirkung zuschreiben.
Ich frage euch nun nach Erfahrungen mit Nebenwirkungen nach Einnahme von
Lamotrigin
Levetiracetam
Ergenyl chrono
Cannabidiol
Vimpat (wurde mir vom Uniklinikum Freiburg wärmstens empfohlen. Noch nicht probiert.)
Briviact soll neu auf dem Markt sein. Wird es mit Erfolg angewendet?
Meine Entscheidungsfrage ist (und vielleicht gibt es hierfür jemand Vergleichbaren): Lebe ich mit einer geringen Dosis Medikamente, die keine Anfallfreiheit bewirkt und halte diese 24 Std./Monat mit Missempfindungsanfällen aus, oder „versaue“ ich mir auf Dauer die Psyche? D. h. ein Tag/Monat übel mit eingeschränkter Behandlung, oder 30 Tage übel mit unbegrenzter Behandlung? Vielen Dank! renata


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