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Keppra und Levetiracetam, wirklich der selbe Wirkstoff?

huge88 @, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Montag, 18. Februar 2013, 08:38 (vor 2482 Tagen) @ Swany92

Hi!

Auch wenn der Wirkstoff grundsätzlich erst einmal der Selbe ist, so unterscheiden sich die Medikamente z.B. durch die Zusatzstoffe in den Tabletten in ihrer Bioäquivalenz(Art wie schnell sie aufgenommen werden etc.). Und z.B. eine Veränderung des Serumspiegelverlaufs kann dann schon selbst ein Anfallsauslöser sein oder zumindest keine mehr verhindern.

Bereits 2006 wurde im Epikurier auf diese Problematik hingewiesen und das Problem ist noch länger bekannt und ich kenne keinen Epileptologen, der dem Widerspricht:
"Unkontrollierte Wechsel zwischen Präparaten unterschiedlicher Hersteller sind in jedem Fall zu vermeiden. Darauf zu achten ist besonders eine Aufgabe der Apotheker, wenn der Arzt „aut idem“ nicht angekreuzt hat. In diesem Fall sollte der Apotheker mit dem Arzt Rücksprache halten. Schon 2002 hat die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft in ihren Leitlinien zur guten Substitutionspraxis Antiepileptika zu den Arzneimittel gerechnet, bei denen ein Ersatz (Substitution) kritisch sein kann."

Hier der Link zum ganzen Artikel: http://www.epikurier.de/Generika-in-der-Epil.658.0.html

Hab das Ganze bereits selbst mit ein paar Zwischenstationen durchgemacht und bin auf meine "Bitte" hin - man hat ja als Patient auch eine ganze Reihe von Rechten, auf die man bestehen kann - erfolgreich wieder auf meinen ursprünglichen Wirkstoff zurückumgestellt wurden, nur dass die Epileptologen in meiner Epilepsieambulanz gleich meinten, wir könnten bei mir mal die neue Retard-Variante ausprobieren.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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