Epilepsie Online Logos

Re: Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Christoph @, Donnerstag, 23. Februar 2006, 11:55 (vor 5155 Tagen) @ Christoph

[zitat=Margrit][zitat=Christoph]Hallo Zusammen!

Habe nach einem (und bisher einzigen) Anfall - bei dem ich mir durch Sturz und Verkrampfung einige Knochen demoliert habe - natürlich versucht, mir bei Unfallversicherung/Gewerkschaft zu holen, was mir (meiner Meinung nach) eigentlich zusteht.
Zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, daß alle Zahlungen verweigert wurden, da es sich bei einem epileptischen Anfall nach Aussage der Ärzte um SELBSTVERSCHULDEN handelt und die Knochenbrüche keine Folge eines Unfall`s sind!
Ich muß noch dazusagen, daß sich der Anfall zuhause im Schlaf ereignet hat (bin aus dem Bett gefallen :-).
Ist es jemandem von Euch auch so ergangen und könnt Ihr mir vielleicht weiterhelfen?

In freudiger? Erwartung Eurer Antworten - Christoph
[/zitat]


Hallo christoph

Ein Epi-Anfall nach Konsum von Drogen, Alkohol oder nach einem Konzert oder aber nach stundenlangem gamen kann durchaus durch "Selbstverschulden" entstehen. Solltest du aber weder Drogen noch Alkohol nehmen, verstehe ich die Aussage deines Arztes nicht. Du kannst ja nichts dafür. Dennoch ist Epi eine Krankheit und gehört wohl auch in deinem Fall abeklärt, warum und wieso. Hier muss die Krankenversicherung greifen, also sprich das Krankentaggeld, da schlussendlich die Krankheit Auslöser für die Frakturen und so weiter ist. Sprich mit deinem Arzt nochmals darüber oder wende dich direkt an einen Neurologen. Gruss, Margrit[/zitat]

Danke Margit,

die einzelnen Auslösefaktoren sind mir schon aufgezählt wurden.
Alkohol - ok, war vor dem Anfall vielleicht etwas viel, wegen Scheidung - deswegen auch sogenannter seelischer Streß,
Streß allgemein - auf Arbeit ist bei uns immer Streß,
Drogen habe ich noch nie genommen, Lichtreflexen durch Spiele/Disco oder Lärm durch Arbeit/Konzert bin ich auch nicht ausgesetzt.
Von einer Vererbung ist nichts bekannt und mein Hirn (Tumor - Vernarbung bis jetzt auch nichts gefunden) wird heute nochmal "gescannt".
Die Ärzte vermuten, daß es sich bei mir um eine Kombination aus mehreren Umständen zusammensetzt: Streß (Arbeit - über Jahre), dazu kam seelischer Streß (Scheidung), Alkohol (hatte aber 2 Tage vor dem Anfall das letzte Mal was getrunken), konnte auch in der Zeit vor dem Anfall ziemlich schlecht schlafen (ca.2 Monate, manchmal nur 3 Stunden pro Nacht)und dann kam dazu noch `zusätzliche` körperliche Belastung (Gewichtetraining) was vermutlich dann den Schalter im Hirn endgültig umgelegt hat (nach Aussage der Ärzte).
Wenn das jetzt jemand hier liest wird er sich vielleicht kaputtlachen, aber leider verträgt nicht jeder gewisse Um-/Zustände, kann ich auch nichts dagegen machen. War vor Jahren schonmal 6 Wochen wegen "nervlicher Überlastung" krankgeschrieben. Und die Vorraussetzungen für Epilepsie trägt Jeder in sich, nur bei den Wenigsten bricht diese Krankheit aus.

Und das Krankentagegeld werde ich sowieso von der Kasse zurückbekommen,da die ganzen Zuzahlungen (Tagegeld, 10¤ Arzt, Medikamentenzuzahlung, Krankengymnastik usw.) sowiese die 3% vom Brutto übersteigen werden, bedingt durch ständige Behandlungen wegen meinem kaputten Arm. Aber trotzdem gibt es (falls es als Unfall durchgeht) noch irgendeine Zuzahlung von der Gewerkschaft.

Also, das war nun etwas ausführlicher, Ihr könnt Euch ein Bild machen und mir nun vielleicht Infos und Erfahrungen zukommen lassen.

Gruß, Christoph


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum