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Re: Keppra absetzen

Katrin ⌂ @, Mittwoch, 22. Februar 2006, 17:02 (vor 4982 Tagen) @ andre aus Berlin

[zitat=andre aus Berlin]Ich nehme seit ca. 2 Jahren 1000mg Keppra als mono.Seit Januar 06 probiere ich es auszuschleichen ca alle 3 Wochen 125 mg weniger bin dann bei 625mg angekommen mußte dann eine große negative Erfahrung machen so das ich für ca 2 Wochen wieder auf 750 mg auggestuft habe selbst mit dieser Dosis ging es mir gelegentlich psychich sehr schlecht (evt. abnorsen bzw.Angst u. Panikattacken sowie starke Depressionen).Kennt sich jemand aus,oder kann mir jemand tipps oder vorschläge geben keppra abzusetzen ohne auf ein anderes Medi. umzustellen,da ich schon seit über 2jahren Anfallsfrei bin und mein EEG laut aussage meiner Neurologin O.k. ist(EEG gemacht bei reduzierungsstand 750mg).Danke Andre
[/zitat]
Hallo Andre,
sobald Keppra Nebenwirkungen aufweißt,was bei dir gerade der Fall ist,sollte man dieses Medikament absetzen,das ist richtig.Was aber falsch ist,sich in die Hoffnung zu versteifen,schnell ohne Medikamente wieder leben zu können.Je mehr man an diesem Wunsch krallt,umso schneller kommt ein Anfall,denn das ist Euphorie,die oft nach hinten losgeht.Mir erging es ähnlich,aber mittlerweile kann ich nie wieder ohne Medikamente leben.Mein Arzt sagte sogar noch,das EEG muß erstmal 5 Jahre ohne Spikes sein,bevor er mit mir den Versuch starten wollen würde,die Medis abzusetzen.Das war vor 8 Jahren.Jetzt bin ich 30,habe einen 7jährigen Sohn,der kerngesund ist,einen Mann,der auch kerngesund ist,aber mein EEG war nicht ein einziges Mal unauffällig.Versteh`mich nicht falsch,aber schön wäre es,wenn das Absetzen so unkompliziert wäre,wie du dir das wünscht.Ich kann deinen Wunsch auch verstehen,aber leider ist das unmöglich.Nur die Panikattacken etc.,das habe ich und viele andere hier sicher auch schon durchmachen müssen.

Lieben Gruß

Kati


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